Das Automobil soll nachhaltiger werden. Elektromobilität soll ein zukünftiger Baustein dazu sein. Dazu muss das Fahrzeug leichter werden. Schwere Materialien wie Metalle und Glas werden zunehmend durch Kunststoffe substituiert. Das betrifft neben Interieurbauteilen wie Abdeckungen und Säulenverkleidungen auch Karosseriebauteile sowie elektrisch abschirmende und ableitende Kunststoffkonstruktionen.
Elektrik mit Polymeren gewinnt an Bedeutung
Gerade elektrisch leitfähige, abschirmende oder permanent antistatisch
ausgerüstete Kunststoffe gewinnen beim erhöhten Einsatz leistungsfähiger Akkumulatoren und Elektromotoren zunehmend an Bedeutung. Elektromagnetische Abschirmung erfolgt in der Regel bei Gehäuseteilen mit Leitungsummantelungen oder Leitbeschichtungen. Hierunter zählen abschirmende Abdeckungen für Verteilerkappen und Zündkabel. Aber auch selbstregelnde Heizelemente für Kfz-Spiegel oder Scheibenwaschdüsen werden aus leitfähigen Kunststoffen hergestellt. Hier greift die Expertise der Grafe Polymer Technik an, welche für den Automobilbau applikationsgerechte Formulierungen für elektrisch leitfähige, permanent antistatische und abschirmendeKunststoffe entwickelt und projektiert. „Zunehmend finden unsere zugeschnittenen Produkte als klassische Konstruktionswerkstoffe Einzug in den Automobilbau“, sagt Steffen Felzer, Geschäftsführer der
Grafe Polymer Technik GmbH. „Im konkreten Fall mussten wir ein ultraleichtfließendes PP-Material hochleitfähig modifizieren und gleichzeitig allen Anforderungen an Mechanik, Alterung und Prozesssicherheit gerecht werden. Mittlerweile haben wir das Produkt als Standardmaterial in unseren Produktkatalog elektrisch leitfähiger Kunststoffe aufgenommen“, so Felzer.
Daten für Moldflow-Simulation
Zudem stellt Grafe in diesem Jahr erstmalig spezifische Datensätze zur Moldflow-Simulation bereit. „Zu unseren Compound- und Materialentwicklungen stellen wir spezifisch die Datensätze für Moldflow-Analysen zur Verfügung“, sagt Felzer. „Mithilfe dieser Werte kann unser Kunde seine Bauteil- und Werkzeugkonstruktionen optimal analysieren und auf unser spezifisches Material auslegen. Die Prozessfähigkeit, Herstellbarkeit und Funktionalität der Spritzgussteile können vor Serienbeginn frühzeitig bewertet und optimiert werden.“
(c) K-Zeitung, Ausgabe 5




