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Neue Additive verbessern Schmelzefluss

 Vergleich Mustertafeln aus Polypropylen hergestellt bei gleichen Maschinenparametern: links mit Einsatz von 3% des neuen Additiv-Masterbatches; rechts ohne Additiv-Masterbatch

 

Geht es in der Kunststoffverarbeitung darum, Zykluszeiten zu reduzieren und damit die Produktionskosten und den Energieverbrauch zu senken, dann wird zumeist die Spritzgießmaschine oder die Peripherie ins Visier genommen. Dabei birgt auch das Polymer selbst Potenzial, wenn es gelingt, dessen Verarbeitung zu optimieren ohne dabei die mechanischen Eigenschaften negativ zu beeinflussen. Die GRAFE-Gruppe, Blankenhain, hat ein Additiv-Masterbatch für Polyolefine im Programm, das diese Anforderungen erfüllt.


Das Verarbeitungshilfsmittel kommt mit einer Dosierung von zwei bis vier Prozent im Spritzguss von Polyolefinen zum Einsatz. Es verbessert die Fließfähigkeit der Kunststoffschmelze und beschleunigt darüber hinaus die Kristallisation des Polymers im Abkühlprozess. So kann die Prozesstemperatur gesenkt werden und kürzere Kühlzeiten sind möglich. Der Verarbeiter profitiert von geringeren Produktionskosten und weniger Energieverbrauch.
Das Additivbatch lässt sich auf allen gängigen Maschinen einsetzen und ist auch für andere Verarbeitungsverfahren wie Extrusion und Blasformen geeignet. Damit erschließen sich zahlreiche Anwendungsgebiete, wie z. B. im Verpackungsbereich oder in der Medizintechnik. Die mechanischen Eigenschaften des Zielpolymers bleiben indes weitgehend erhalten. Anwender müssen also keine Einbußen bei Festigkeit, Steifigkeit und Schlagzähigkeit des Bauteils in Kauf nehmen.


Eine weitere Entwicklung aus dem Hause GRAFE betrifft einen Zusatzstoff, der bei der Verarbeitung von Polyamid als technischer Werkstoff im Spritzgießprozess den Schmelzefluss verbessert. Darüber hinaus werden mit diesem Hilfsmittel die Bauteiloberfläche optimiert, die Zykluszeit verringert und die mechanischen Eigenschaften positiv beeinflusst. Die neue Formulierung kann für eine Vielzahl von Hochtemperaturpolymeren wie PA6, PA6.6, PPS, PPE, PSU und PEEK verwendet werden.
Polyamid als technischer Werkstoff stellt bei vielen Verarbeitern und Kunden eine echte Herausforderung dar. Um die erforderlichen mechanischen Eigenschaften am Endbauteil zu gewährleisten, werden Rohpolymere beispielsweise mit Glasfasern verstärkt. Diese können unter Umständen den Schmelzefluss beeinträchtigen, wodurch Oberflächen mit geminderter Qualitätsanmutung entstehen können. Entwickler und Anwendungstechniker der Firma GRAFE arbeiten und testen seit einem Jahr an der optimalen Formulierung.
Das neue Additivbatch, das mit einem Anteil von drei bis vier Prozent dosiert wird, optimiert die Einbettung der Fasern, indem es diese optimal einbindet. Damit verbessert sich der Schmelzefluss. Resultierend aus der besseren Fließfähigkeit ergeben sich weitere Vorteile. Das Befüllen des Werkzeugs erfolgt leichter oder schneller, wodurch sich auf diese Weise der Zyklus verkürzt, was wiederum die Produktionskosten senken kann.
Darüber hinaus kann beim Einsatz des Additivs die Verarbeitungstemperatur gesenkt werden, was sich ebenfalls positiv auf Zykluszeit und Energieverbrauch auswirkt. Zudem werden aufgrund der besser eingebetteten Glasfasern und der geringeren Belastung auf die Polymerschmelze auch die mechanischen Eigenschaften beibehalten oder sogar optimiert. Grund dafür ist, dass die Bauteile im Verarbeitungsprozess weniger gestresst werden.

GRAFE auf der K2016 in Düsseldorf, 19. - 26.Oktober 2016 - Halle 6 / Stand E75

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