CYCOLEN®-Masterbatches
„Circular Economy“ ist nicht nur in aller Munde, sondern eine notwendige Maßnahme, um Reccourcen zu schonen und CO2 zu vermeiden. Aber die Herausforderung besteht im recycelten Material, da hier qualitative als auch farbliche Schwankungen von Charge zu Charge auftreten. Mit CYCOLEN® bietet GRAFE ein hochqualitatives Masterbatch, welches durch angepasste Farbeinstellung bzw. Additivierung durchaus Neuware ersetzen kann. CYCOLEN®-Masterbatches sind in vielen Mischtönen erhältlich.
Mit den Farbspezialisten im GRAFE-DESIGN-CENTER und dem Entwicklerteam des MATERIAL-SCIENCE Bereich stehen Ihnen Experten zur Seite, die höchst präzise Farb- und Materialeinstellungen realisieren oder anwenderfreundliche Alternativen aufzeigen. Ganz dem Kreislaufgedanken verpflichtet wird das Masterbatch so in der Einstellung optimiert, dass es auch für weiterführende Recyclingdurchläufe geeignet ist.
CYCOLEN®-Masterbatches sind in sämtlichen Losgrößen lieferbar und in der von Ihnen gewünschten Granulatform und -größe erhältlich. Zusätzlich passen wir unseren Produktionsprozess auf Ihr präferiertes Trägermaterial selbstverständlich an, um das für Sie bestmöglich Farbergebnis zu erzielen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
SCHNELL, EXAKT & ZUVERLÄSSIG!

Post-industriel- vs. Post-Consumer-Recyklate
Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten entstehen Abfälle. Der Markt unterscheidet primär zwischen Post-Industrial-Rezyklaten (PIR) – hochwertigen Produktionsabfällen, die fast ohne Qualitätsverlust wiederaufbereitet werden können – und Post-Consumer-Rezyklaten (PCR), die aus Endverbraucher-Abfällen (z. B. dem Gelben Sack) stammen.
Für die Herstellung von Rezyklat werden sortenreine Kunststoffabfälle verarbeitet. Verschiedene Polymer Typen, z.B. aus Multilayer-Verpackungen, erschweren die Aufbereitung zu hochwertigem Rezyklat. PET-Flaschen dagegen eignen sich besonders gut, da sie einfach geschreddert, gereinigt und zu neuen Produkten aufbereitet werden können. Die Quellen für PCR-Rezyklat sind vielfältig, oft zudem stark verunreinigt und müssen daher mit höherem Aufwand sortiert und gereinigt werden. Dann aber kann eine akteptable Granulat-Qualität sehr oft erreicht werden.
Kunststoffe die sich für den Recycling-Prozess eignen
PET, HDPE , PP, LDPE für Verpackungen im Haushalt und für Lebensmittel
Diese Kunststoffe werden für Verpackungen, Folientüten oder Getränkeflaschen eingesetzt und sind in sehr guter Qualität recyclebar. PET ist, bedingt durch das Pfandsystem in Deutschland, sehr gut einem geschlossenen Kreislauf wieder zuzuführen. PP wird als Material für Verpackungen und Haushaltgegenstände verwendet und auch LDPE ist gut wiederzuverwerten.
PMMA hochwertige Glas-Alternative für Displays und hochwertige Konsumgüter
PMMA kann zu 100% recycelt werden. Hierfür wird es Sortenrein gesammelt und sortiert und ist sowohl chemisch als auch mechanisch wiederaufzubereiten.
Herausforderungen bei Farbeinstellung & Qualitätsanspruch
Bei der Verarbeitung von Rezyklaten stellen sich eine besondere Herausforderungen an die finale Farbgebung des Endbauteils ein, denn die Grundfärbung des Recyclingmaterials kann von Charge zu Charge schwanken. Dieses beeinflusst das finale Ergebnis maßgeblich – ein Umstand, den wir bei der Entwicklung Ihres individuellen Zielfarbtons präzise berücksichtigen müssen. Um eine konstante Farbqualität zu gewährleisten und natürliche Schwankungen im Rezyklat zu kompensieren, dosieren wir die Farbmittel im Batch individuell und bei Bedarf höher um Schwankungen auszugleichen.
Auch bei der Verarbeitung von Kunststoff-Rezyklaten verfolgen wir immer das Ziel höchste Farbgenauigkeit und Materialqualität zu gewährleisten. Dabei passen wir das Batch auf Ihr spezifisches Kundenmaterial an. Besonders bei der Nutzung sortenreiner und optimal gereinigter Rezyklate können wir optimale Farbergebnisse entwickeln, die exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind.
Der Anspruch von CYCOLEN®-Produkten ist es, dem Kunden ein Masterbatch zur Verfügung zu stellen, dass ideale Farbgebung ermöglicht und anschließend dem Stoffkreislauf wieder problemlos zurückgeführt werden kann.


Mögliche Farbeinstellungen bei kundenspezifischem Recyclingmaterial:
Die Abbildung zeigt schematisch den Einfluss des Grundmaterials auf die Zielfarbe des zukünftigen Produktes. Je nach Polymer lässt sich mit Neuware fast jeder Farbton des CIE L*a*b* Farbraumes darstellen. Hat das Rezyklat jedoch eine starke Eigenfarbe, meist im „Grau“ liegend, können brillante Töne oft nicht wirtschaftlich sinnvoll realisiert werden. Daher sollte bereits im Prozess des Produktdesigns auf die richtige Abstimmung von Material und Farbgebung geachtet werden.
CYCOLEN®

Farb Design

Zusatzstoffe

Analytik

Effekte

Additivierung von CYCOLEN®-Produkten
Durch die Additivierung von Rezyklaten können deren Eigenschaften gezielt verbessert werden. Additive wie Stabilisatoren, Gleit- und Antiblockmittel tragen dazu bei, die Verarbeitbarkeit und Leistungsfähigkeit der Rezyklate zu optimieren. Darüber hinaus eröffnen neue Pigmente vielfältige optische Möglichkeiten, mit denen sich innovative und attraktive Farbdesigns realisieren lassen.
Lasermarkierungen im Besonderen stellen eine nachhaltige Alternative zu Etiketten dar, da der Kunststoff frei von zusätzlichen Verunreinigungen bleibt. Auch bei Post-Consumer-Material finden wir für Ihren Anspruch die passende Möglichkeit zur Lasermarkierung und in einem Single-Loop-Concept bleibt die Markierbarkeit auch im weiteren Recyclingprozess erhalten.
Additive die die Verarbeitung von Recyklat positiv beeinflussen:
- Antistatika
- Verarbeitungshilfen
- Schlagzähmodifikatoren
- UV- / Thermo-Stabilisatoren
- Entformungshilfen
- Gleitmittel
Optische Effekte mit CYCOLEN®
Durch Zusatzstoffe ist es möglich, dem Kreislaufmaterial eine neuartige optische Qualität zu verleihen. Zum Beispiel durch die Kombination mit Flakes, Cellulosefasern und Partikeln, in Kombination einer geeigneten Oberflächentextur, entsteht eine interessante und haptisch hochwertige Oberfläche, die sich deutlich von standardmäßig eingefärbten Bauteilen unterscheidet und somit die Anmutung des kreislauffähigen Materials qualitativ aufwertet bzw. unterstreicht.
Sprechen Sie uns an – Wir freuen uns auf Ihre Herausforderung!


Regulatorische Rahmenbedingungen & Rezyklatpflichten (Stand: Juni 2026)
Die zukünftigen Pflichten zum Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten verschärfen sich drastisch. Die maßgeblichen Treiber im europäischen Binnenmarkt kommen aktuell vor allem aus dem EU-Verpackungsrecht und der künftigen Automobil- sowie Elektronikverordnungen. CYCOLEN®-Produkte unterstützen Sie dabei, diese gesetzlichen Quoten erfüllen zu können.
PPWR – Packaging and Packaging Waste Regulation
Auf europäischer Ebene ist die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) der aktuell dringlichste Treiber. Ab August 2026 erzwingt diese Verordnung verbindliche Mindestanteile an Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) für Kunststoffverpackungen. Ein festgelegter Stufenplan für die Jahre 2030 und 2040 sieht phasenweise steigende Zielvorgaben vor, wobei strikt nach der Kontaktsensitivität des Materials unterschieden wird – beispielsweise zwischen sensiblen Anwendungen wie Lebensmitteln und rein technischen Verpackungen. Die genaue Berechnung und die damit verbundenen Dokumentationspflichten dieser Quoten werden durch strenge EU-Durchführungsbeschlüsse geregelt.
VerpackG – Verpackungsgesetz
Das bewährte Verpackungsgesetz (VerpackG) regelt in § 30a bereits die nationalen Quoten für Getränkeflaschen. Seit 2025 müssen PET-Flaschen einen Mindestrezyklatanteil von 25 % aufweisen, ab dem Jahr 2030 steigt diese Vorgabe auf mindestens 30 % für alle Einwegkunststoff-Getränkeflaschen.
VerpackDG – Geplantes Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz
Das Durchführungsgesetz (VerpackDG) regelt die nationale Anpassung der europäischen PPWR, teilt behördliche Zuständigkeiten zu und legt Sanktionen bei Verstößen fest.
ELVR – End-of-Life Vehicles Regulation (Altfahrzeug-Verordnung)
Die neue Altfahrzeug-Verordnung (ELVR) nimmt den Automotive-Sektor in die Pflicht und fordert die Etablierung strenger, geschlossener Stoffkreisläufe (Closed-Loop) direkt im Automobilbau. Bis voraussichtlich 2032 sollen min. 15% und bis 2036 min. 25% der eingesetzten Kunststoffbauteile mit oder aus Rezyklatmaterial gefertigt werden.
CPR – Bauprodukteverordnung
Im Bauwesen agiert die bereits seit Anfang 2026 geltende CPR (Bauproduktenverordnung) mit der Anforderung an Nachhaltigkeitsnachweise und Ökodesign-Kriterien. Auch wenn derzeit keine Rezyklat-Quoten gefordert sind, wird es voraussichtlich dazu führen, dass der Einsatz von Rezyklaten bei der Vergabe von öffentlichen Ausschreibungen eine dominierende Rolle einnehmen kann und Vorteile gegenüber Konkurrenzprodukten bringt.
ESPR – Ecodesign for Sustainable Products Regulation
Die Ökodesign-Verordnung (ESPR) weitet den Fokus schrittweise auf Konsumgüter, den Elektronikbereich, Reifen, Textilien und Möbel aus. Dies geschieht unter anderem durch die Einführung digitaler Produktpässe und der Vorbereitung spezifischer Rezyklatquoten.
KrWG – Kreislaufwirtschaftsgesetz
Flankiert wird die ESPR durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Es schreibt vor, dass ressourcenschonende Produkte bei der öffentlichen Beschaffung bevorzugt werden müssen, was einen erheblichen, indirekten Markttreiber für den Einsatz von Rezyklaten darstellen kann.


